# Ein System, fünf Gesichter: Wie weit das Theme trägt

> Fünf Websites auf derselben Codebasis, keine sieht aus wie die andere. Was die 24 Stellschrauben im Theme können – und wo das Custom-CSS anfängt.

Kanonische URL: https://cmf.brosemedien.de/news/ein-system-fuenf-gesichter

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# Ein System, fünf Gesichter: Wie weit das Theme trägt

Auf der Demos-Seite stehen inzwischen fünf Websites nebeneinander, die alle mit demselben CMF laufen: ein dunkler Produktauftritt mit Monospace-Akzenten, ein helles, sachliches Rechnungswerkzeug, ein nachtblauer Konzertplaner, ein Organisations-Pult mit Schreibschrift-Überschriften – und diese Seite hier. Dieselben Bausteine, dieselbe Ausgabe. Die Frage ist: Wie kommt so viel Unterschied aus so wenig?

## Vierundzwanzig Stellschrauben

Das Theme ist kein Stylesheet, sondern eine Liste von Werten. Es gibt **acht Farben** – Hintergrund, Text, gedämpfter Text, Rahmen, Primär- und Sekundärfarbe, Textfarbe auf der Primärfarbe, Linkfarbe. Dazu **sechs Schriftgrößen** von Fließtext bis `h5`, **zwei Schriftfamilien** mit je einem Schriftschnitt für Text und Überschriften, **drei Eckenradien** und schließlich die Maße des Rasters: Containerbreite, Innenabstand, Spaltenabstand.

Das klingt nach wenig, ist aber genau die Menge, die ein Erscheinungsbild ausmacht. Ob eine Seite ruhig oder laut wirkt, entscheidet sich an drei Farben und einer Schrift – nicht an der Zahl der verfügbaren Optionen.

Weil das Theme nur aus Werten besteht, kann es auch eine Maschine ändern: Ein Agent schickt per API mit `styles_update` nur die Werte, die sich ändern sollen – alles andere bleibt, wie es ist.

## Wo das Theme aufhört

Alles, was über diese Werte hinausgeht, ist Custom-CSS: ein eigenes Feld, das als letztes geladen wird und deshalb alles überschreiben kann. Dort entstehen die Dinge, die eine Seite unverwechselbar machen – ein besonderer Hero-Bereich, eine eigene Kartenform, eine Animation.

Die Trennung ist der eigentliche Trick: Was im Theme steht, gilt überall und bleibt konsistent, auch wenn du es später änderst. Was im Custom-CSS steht, ist dein Sonderfall – und du weißt jederzeit, wo du nachsehen musst, wenn etwas anders aussieht als erwartet.

## Ein Rat aus der Praxis

Fang mit den Farben an, nicht mit den Ausnahmen. Setze Hintergrund, Text und Primärfarbe, wähle eine Schrift für Überschriften – und sieh dir das Ergebnis auf einer echten Seite an, bevor du eine einzige Zeile Custom-CSS schreibst. In den meisten Fällen ist die Seite dann schon fertig, und der Rest ist Geschmacksfrage.

Die fünf Beispiele stehen unten auf der [Demos-Seite](/demos). Warum das System bewusst wenig kann, steht im Beitrag [Leichtbau: Was das CMF nicht hat – und warum das gut ist](/news/leichtbau-was-fehlt).
