Dateien statt Datenbank: Warum das CMF so gebaut ist

Eine typische kleine Website ändert sich ein paar Mal im Monat – und trotzdem läuft unter vielen ein Datenbankserver mit. Das CMF geht bewusst den anderen Weg: Jede Seite ist eine Datei. Ein paar Gedanken dazu, warum.

Eine Website ist vor allem Text

Firmenseite, Portfolio, Verein, Projektdokumentation: Solche Websites werden selten geschrieben und oft gelesen. Was sie brauchen, ist ein Ort für ihre Inhalte – lesbar, kopierbar, dauerhaft. Eine Datenbank löst ein anderes Problem, nämlich viele gleichzeitige Schreibzugriffe auf verknüpfte Daten. Für eine Seite mit Kontaktdaten und ein paar Beiträgen ist sie vor allem eine weitere Komponente, die eingerichtet, gesichert und aktualisiert werden will.

Im CMF liegt jede Seite und jeder Beitrag als JSON-Datei mit meta und content.blocks. Wer die Datei öffnet, sieht den Inhalt – ohne Werkzeug, ohne Abfragesprache. Sichern heißt: den Ordner kopieren oder im Admin ein ZIP exportieren.

Einfacher für Maschinen

Hier liegt der Punkt, der heute am meisten zählt. Ein Agent, der eine Seite ändern soll, muss beim CMF keine Tabellenstruktur verstehen. Er holt die Seite per API als JSON, ändert Blöcke und schickt dasselbe Objekt zurück – Lesen und Schreiben sehen gleich aus. Wer nur lesen will, hängt .md an die Adresse: Diesen Beitrag gibt es als Markdown, und die llms.txt listet alle Seiten und Beiträge.

Das funktioniert nicht, weil Dateien magisch wären, sondern weil das Datenmodell klein bleibt: neun Blocktypen, ein festes Schema und eine Kurzreferenz für Agenten.

Wo Dateien an Grenzen stoßen

Dateien sind keine Antwort auf alles. Ein Shop mit Bestellungen, ein Forum oder eine Redaktion mit vielen gleichzeitigen Autoren ist mit einer Datenbank besser bedient. Das CMF hält seine Aufgaben deshalb bewusst klein: Die Suche im Frontend liest einen statischen Suchindex, der bei jeder Änderung neu entsteht, statt bei jeder Anfrage Dateien zu durchsuchen. Formular-Einsendungen landen als Dateien im Admin.

Den ausführlichen Vergleich – Vorteile, ehrliche Nachteile und die Gegenüberstellung von CMF, Grav, Kirby und Bludit – findest du auf der Seite CMS ohne Datenbank.

Ein gutes System ist nicht das, was am meisten kann, sondern das, was am wenigsten im Weg steht.

CMS ohne Datenbank im Detail Philosophie Leichtbau-Artikel