Warum ein CMS ohne Datenbank?
Die meisten CMS setzen auf MySQL oder PostgreSQL. Sinnvoll bei Millionen Datensätzen. Aber für eine Unternehmenswebseite mit 30 Seiten und einem Blog ist eine Datenbank purer Overhead.
Das CMF speichert alles als JSON-Dateien. Jede Seite ist eine Datei, jede Konfiguration ist eine Datei. Kein Datenbankserver, kein Verbindungsmanagement, keine SQL-Abfragen. Und trotzdem eine vollständige REST-API mit 30 Endpunkten.
Das Problem mit Datenbanken
Installation & Setup
Datenbank anlegen, Benutzer erstellen, Zugangsdaten konfigurieren, Zeichensatz prüfen, Verbindung testen. Bevor die erste Zeile Inhalt steht, hat man schon drei Konfigurationsdateien angefasst.
Bei vielen Hostern ist das der Punkt, an dem Nicht-Techniker aufgeben.
Migration & Backup
Webseite umziehen? Dateien kopieren reicht nicht – die Datenbank muss separat exportiert, importiert und die URLs in serialisierten Daten ersetzt werden.
Backup vergessen? Dateien allein sind wertlos ohne den Datenbank-Dump. Zwei Systeme, die synchron bleiben müssen.
Unsichtbare Kosten
Vergessene DB-Updates, inkompatible MySQL-Versionen, Plugins die Tabellenstrukturen ändern, Verbindungsabbrüche unter Last, langsame Shared-Hosting-Datenbanken.
Alles Probleme, die nur existieren weil eine Datenbank da ist – nicht weil sie gebraucht wird.
WordPress-Migration: Datenbank exportieren, importieren, URLs in serialisierten PHP-Arrays ersetzen, wp-config anpassen, Permalinks neu speichern. Für etwas, das eigentlich nur Dateien sind.
CMF-Migration: Ordner kopieren. Fertig.
Die Alternative: Alles als Datei
Im Alltag
- Backup = ZIP-Archiv herunterladen
- Migration = Ordner kopieren
- Versionierung mit Git möglich
- Keine DB-Zugangsdaten nötig
- Inhalte als JSON menschenlesbar
- Kein SQL-Wissen erforderlich
Technisch
- Kein DB-Verbindungs-Overhead
- Atomisches Schreiben mit File-Locking
- In-Process-Cache minimiert Datei-Reads
- Keine Abhängigkeit von DB-Server
- Funktioniert auf jedem PHP-Hosting
- Einfache API-Automatisierung
Für KI-Systeme
- JSON rein, JSON raus – kein SQL nötig
- Symmetrisches Lesen und Schreiben
- Komplette Webseite als ein JSON-Objekt
- 190-Zeilen-Referenz reicht als Kontext
- Keine ORM-Abstraktionen verstehen müssen
- Export/Import per API in einem Request
Wie das CMF Dateien verwaltet
Dateistruktur
content/
pages.json ← Seitenindex
pages/home.json ← Seiteninhalt
blog.json ← Blogindex + Kategorien
blog/abc123.json ← Blogbeitrag
globals/
header.json ← Header-Blöcke
footer.json ← Footer-Blöcke
config/
site.json ← Seitenkonfiguration
styles.json ← Design-Tokens
users.json ← Benutzer + Token-HashesPrinzip
Jede Seite ist eine JSON-Datei mit meta (Titel, Beschreibung) und content.blocks (die eigentlichen Inhalte). Der Seitenindex kennt alle Seiten mit Slug, Status und Navigation.
Blog, Header, Footer und Konfiguration folgen dem gleichen Prinzip. Alles ist eine Datei, alles ist JSON, alles ist lesbar.
Lesen: Datei öffnen, JSON parsen.
Schreiben: JSON serialisieren, Datei schreiben.
Backup: Ordner kopieren.
Suchen: Dateien durchlesen.
Datei vs. Datenbank – Seite an Seite
| Aufgabe | Mit Datenbank | Mit Dateien (CMF) |
|---|---|---|
| Webseite installieren | DB anlegen, User erstellen, Config schreiben, Wizard durchlaufen | Ordner auf Server laden, fertig |
| Backup erstellen | Dateien + Datenbank-Dump separat sichern | ZIP herunterladen (eine Datei, alles drin) |
| Server wechseln | Dateien kopieren, DB exportieren/importieren, URLs anpassen | Ordner kopieren |
| Inhalt lesen | SQL-Query oder Admin-Panel | JSON-Datei öffnen |
| Per API ändern | API → ORM → SQL → Datenbank → zurück | API → JSON lesen → JSON schreiben |
| Git-Versionierung | Nur für Code, nicht für DB-Inhalte | Alles versionierbar (Inhalte sind Dateien) |
Wann eine Datenbank doch besser ist
Datenbank sinnvoll bei
- Tausende gleichzeitige Schreibzugriffe
- Komplexe Relationen zwischen Daten
- Volltextsuche über Millionen Einträge
- Benutzerverwaltung mit Rollen und Rechten
- E-Commerce mit Bestellungen und Transaktionen
Dateien reichen für
- Firmenwebseiten mit 5–50 Seiten
- Portfolios und persönliche Seiten
- Dokumentationen und Anleitungen
- Kleine bis mittlere Blogs
- KI-gesteuerte Content-Projekte
- Landingpages und Microsites
Die meisten Webseiten brauchen keine Datenbank. Sie brauchen einen Ort für ihre Inhalte – lesbar, kopierbar, portierbar. JSON-Dateien sind genau das. Nicht mehr und nicht weniger.
Ein gutes System ist nicht das, was am meisten kann, sondern das, was am wenigsten im Weg steht.