Flat-File vs. Datenbank-CMS: Was passt zu deinem Projekt?

Die wichtigste Architektur-Frage bei der CMS-Wahl wird selten gestellt: Sollen die Inhalte in einer Datenbank liegen oder in Dateien? Beide Antworten sind richtig – für unterschiedliche Projekte. Eine Entscheidungshilfe ohne Lagerdenken.

Wofür Datenbanken gebaut wurden

Relationale Datenbanken lösen ein konkretes Problem: viele gleichzeitige Schreibzugriffe auf stark verknüpfte Daten. Ein Shop mit Bestellungen, Lagerbeständen und Kundenkonten braucht genau das. Auch große Redaktionen profitieren – Sperren, Versionen und Workflows sind in Datenbanken zuhause.

Der Preis: Eine zusätzliche Komponente, die installiert, abgesichert, aktualisiert und gesichert werden muss. Und eine Angriffsfläche, die es ohne Datenbank schlicht nicht gäbe – SQL-Injection führt die Sicherheitsstatistiken seit Jahrzehnten an.

Wofür Dateien reichen – und besser sind

Die typische Website ist das Gegenteil eines Shops: selten geschrieben, oft gelesen. Eine Firmen-Website ändert sich ein paar Mal im Monat. Dafür eine Datenbank zu betreiben, ist Aufwand ohne Gegenwert.

Flat-File-Systeme spielen hier ihre Stärken aus: Das Backup ist eine Ordnerkopie, der Umzug ein FTP-Upload, die Inhalte bleiben auch in zehn Jahren lesbar – es sind einfach Textdateien. Den ausführlichen Vergleich samt Gegenüberstellung von CMF, Grav, Kirby und Bludit findest du auf der Seite CMS ohne Datenbank.

Die Faustregel

Stell dir zwei Fragen. Schreiben fremde Menschen Daten in meine Website? (Bestellungen, Kommentare, Konten) – dann Datenbank. Pflege im Wesentlichen ich die Inhalte? – dann sind Dateien die einfachere, sicherere und billigere Architektur.

CMF gehört kompromisslos zur zweiten Kategorie: JSON-Dateien, kein MySQL, dafür radikal einfache Installation und Pflege – auf Wunsch sogar per Maschine.

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