Das Schienensystem: Warum Struktur Freiheit schafft

Kein Pagebuilder, kein WYSIWYG-Chaos. Das CMF gibt Inhalten einen festen Rahmen – und genau das macht sie für Menschen und Maschinen berechenbar.

Viele CMS versprechen maximale Freiheit: Drag-and-Drop, Pagebuilder, Theme-Editoren mit hundert Optionen. Das Ergebnis ist oft das Gegenteil von Freiheit – es ist Chaos. Inhalte werden inkonsistent, Seiten sehen auf jedem Gerät anders aus, und nach einem Jahr traut sich niemand mehr, etwas zu ändern.

Das CMF geht einen anderen Weg. Es gibt Inhalten eine klare Struktur – wie Schienen, auf denen sich Inhalte zuverlässig bewegen. Nicht einschränkend, sondern befreiend.

Das Prinzip: Definierte Blöcke statt Freitext

Jeder Block hat ein Schema

Jede Seite besteht aus definierten Blöcken: Überschriften, Texte, Bilder, Listen, Buttons, Spalten, HTML, Blog-Übersicht und Formulare. Jeder Block hat genau die Felder, die er braucht – nicht mehr, nicht weniger.

  • Ein heading hat eine Ebene und einen Text
  • Ein image hat einen Pfad und ein Alt-Feld
  • Eine list hat Einträge und einen Typ
  • Ein buttons-Block hat Beschriftungen und Links
  • Ein form-Block hat Felder mit Name, Beschriftung und Feldtyp

Die API prüft jeden Block gegen dieses Schema und lehnt ungültige ab; im Editor geben die Eingabefelder die Struktur vor. Das ist die Schiene.

Freiheit innerhalb der Struktur

Das klingt einschränkend. Ist es aber nicht. Innerhalb dieser Struktur lässt sich alles bauen:

  • Landingpages mit Hero-Banner und Call-to-Actions
  • Dokumentationen mit klarer Hierarchie
  • Portfolios mit Bildgalerien und Spalten
  • Blogs mit Kategorien und Karten-Grid
  • Individuelle Layouts per html-Block und Custom CSS

Man kann fast alles bauen. Man kann es nur nicht falsch bauen. Das ist der Unterschied.

Chaos vs. Struktur

Typisches CMS

  • Freitextfelder die HTML, CSS und JS mischen
  • Pagebuilder mit 200 Optionen pro Element
  • Inline-Styles auf jedem zweiten Element
  • Inhalte die ohne das Theme nicht funktionieren
  • Daten in proprietären Formaten gesperrt
  • Migration nur mit speziellen Export-Plugins
  • Nach einem Jahr traut sich niemand mehr ran

Das CMF

  • 9 definierte Blocktypen mit klarem Schema
  • JSON-Daten die überall lesbar sind
  • Inhalte unabhängig vom Design
  • Jede Seite per API les- und schreibbar
  • Validierung lehnt ungültige Daten ab
  • Migration = Ordner kopieren
  • Nach einem Jahr sieht alles noch genauso aus

Warum Struktur für Maschinen entscheidend ist

Das Problem mit Freitext

Eine Maschine kann ein Freitextfeld nicht zuverlässig befüllen. Gehört die Überschrift in das Feld oder der ganze HTML-Code? Welches Format erwartet das System, welche Tags sind erlaubt, was passiert mit Inline-Styles?

Bei einem Pagebuilder mit Hunderten Optionen explodiert die Komplexität. Keine Maschine kann vorhersagen, wie ein bestimmter Pagebuilder-Block in einem bestimmten Theme auf einem bestimmten Gerät aussieht.

Ehrlicherweise: Freitext gibt es im CMF an genau einer Stelle – im html-Block. Er ist der bewusste Ausnahmefall für Tabellen, Embeds und Karten und wird nicht gefiltert. Alles andere läuft über Felder mit festem Schema.

Die Lösung: Klare Schienen

Ein festes Schema macht Agenten zuverlässig. Die README_MASCHINEN.md beschreibt Blocktypen, Felder und Validierungsregeln kompakt – die Maschine muss nicht raten, welches Format erwartet wird.

Und wenn sie sich doch irrt, bekommt sie keine still kaputte Seite, sondern eine Fehlermeldung mit genauer Stelle, etwa columns c1 items passen nicht zur spaltenzahl. Sie korrigiert und schickt erneut. Diese Rückkopplung ist der Grund, warum Agenten hier ohne menschliche Nacharbeit Seiten anlegen können – diese Website wird selbst so gepflegt.

Drei Felder pro Block: id, type, data. Immer gleich. Immer vorhersagbar.

Freiheit entsteht nicht durch das Fehlen von Regeln, sondern durch Regeln, die so klar sind, dass man sich nicht mehr um sie kümmern muss.

Was man damit bauen kann

Webseiten

Firmenwebseiten, Portfolios, Landingpages. Header und Footer global, Navigation automatisch, Design per Theme.

Dokumentationen

Technische Anleitungen, Wissensdatenbanken, FAQ. Die Blockstruktur sorgt dafür, dass Inhalte konsistent bleiben.

Blogs

Kategorien, Beitragsbilder, Beschreibungen, Karten-Grid. Drag-and-Drop-Sortierung, API-gesteuerte Veröffentlichung.

API-Projekte

Headless-Betrieb, n8n-Workflows, Maschinen-Integration. Das CMF als strukturierter Content-Speicher mit 30 API-Aktionen.

Vorlagen

Fertige Webseiten per ZIP-Export weitergeben und in einer frischen Installation importieren. Ideal für Agenturen und Starter-Kits.

Die Validierung als Leitplanke

Was die Validierung prüft

  • meta.title muss vorhanden und nicht leer sein
  • content.blocks muss ein Array sein
  • Jeder Block braucht id, type und data
  • IDs müssen eindeutig sein – auch innerhalb von Spalten
  • Nur die 9 bekannten Blocktypen sind erlaubt
  • columns.items muss exakt zur Spaltenzahl passen
  • image braucht src und ein alt-Feld (leer ist erlaubt)
  • buttons braucht label und href
  • form: jedes Feld braucht name (a–z, 0–9, _), label und einen von 7 Feldtypen; select und radio brauchen Optionen

Was das bewirkt

Ungültige Daten lehnt die API ab – mit einer klaren Fehlermeldung, die sagt, was falsch ist. Nicht stillschweigend ignoriert, nicht halbherzig gespeichert.

Das bedeutet:

  • Keine Seiten ohne Titel
  • Keine Bilder ohne alt-Attribut – leer bleibt es nur, wenn du das so willst, etwa bei dekorativen Bildern
  • Keine Formularfelder ohne Beschriftung
  • Keine kaputten Spalten-Layouts
  • Keine Blöcke mit unbekanntem Typ
  • Keine doppelten Block-IDs

Eine Ausnahme arbeitet still: Der HTML-Filter der Text-Blöcke entfernt unerlaubte Tags, statt den Block abzulehnen. Die Validierung ist die Leitplanke, die verhindert, dass Inhalte die Schienen verlassen – für menschliche Autoren genauso wie für Maschinen.

Philosophie 9 Blocktypen API-Referenz